Sehnsuchtstraum
Ich sehne mich nach
DIESEM Lächeln
Ich sehne mich nach
DIESEM Verständnis
Ich sehne mich nach
DIESER Leichtigkeit
Ich sehne mich nach
DIESEN Zärtlichkeiten
Ich sehne mich nach
DIESEN Schmetterlingen
Ich sehne mich nach LIEBE!
von Ina T., 9b
| Die Jugend |
|---|
| Die Jugend schießt sich gerne tot, |
| isst am PC ihr Abendbrot. |
| Sie pöbelt, mobbt und demoliert, |
| und hat sich selbst schon destruiert. |
| Sie trinkt Bier und trinkt oft Schnaps, |
| allein, in Gruppen oder mit Paps. |
| Sie schmiert Parolen an die Wand |
| und trägt pechschwarzen Stachel-Tand. |
| Sie pinkelt gegen`s Reichstagshaus, |
| zieht sich auf Feten nackend aus. |
| Sie randaliert, sie klaut und hasst, |
| sie fällt dem Staate längst zur Last. |
| Da fragt man sich, woher das kommt. |
| Das Spiegelbild verrät es prompt. |
| Schaut auf euch selbst, seht ins Gesicht, |
| ihr seid das Vorbild, unser Licht. |
| Ihr Großen formt mit jedem Schritt |
| mit jedem Hieb und jedem Tritt. |
| Die Haltung, die die Jugend zeigt, |
| ist eurem Anstand zugeneigt. |
| Erkennt uns, liebt uns, seid das Bild, |
| Das eure Vorstellung erfüllt. |
| Ihr seid die Lehrer und wir sind, |
| bedenkt, nicht immer Kinder! |
| Ina T., 9b |
Es ist schwer...!
Es ist schwer zu leben!
Es ist schwer zu warten!
Es ist schwer zu lieben!
Es ist schwer geduldig zu sein!
Es ist schwer die Begeisterung immer zu zeigen!
Es ist schwer!!
Das Leben ist schwerer als man denkt!
Lasst euch nicht von anderen sagen "DAS LEBEN IST LEICHT" - denn genau das ist es nicht!
von Chantal Abel, Klasse 6d
Gegengedicht
Die Schüler sollten (im Rahmen eines Lernzirkels zum Barock) in Anlehnung an das Gedicht Greflingers (s.u.) ein Gegengedicht verfassen.
Marc Brode, Julian Hagen, Rafael Poprawa, Thorben Brunsberg
(Deutsch 11-GK Groth/November 2009)
Dunkle Haare, schwarz und fettig
Fliegenaugen, groß und dreckig
Grässlich`Schnauze, grau wie Felsen
Fäulnis an der Zähne Hälsen
Aus großem Schandmaul kommt nur Hohn
Schlecht die Laun`, voll Aggression
Rot die Haut, verbrannt von Sonne
Welk und kratzig, ohne Wonne
Schwarzes Hälslein, schmutz`g wie Raben
Ärmlein dürr, wie die von Schaben
Schwarz verkohlt von Feuersbrünsten
Aus des Teufels dunklen Künsten
Leben voller Hexenkräfte
Schwarze Kräuter, gift`ge Säfte
Ihr Herz gelegt in Satans Hände
Alle Freiheit find`t ein Ende
Ausgeburt des Fegefeuers
Missgeburt des Ungeheuers
Ausgespuckt gleich wie Gewölle
Komm, nun geh schon, fahr zur Hölle
Die "Vorlage" zum entstandenen Gedicht:
Georg Greflinger (ca. 1620-1677)
An eine vortreffliche, schöne und tugendbegabte Jungfrau (Pörnbacher)
Gelbe Haare güldne Stricke,
Taubenaugen, Sonnenblicke
Schönes Mündlein von Korallen,
Zähnlein, die wie Perlen fallen.
Lieblichs Zünglein, in dem Sprachen
Süßes Zörnen, süßes Lachen,
Schnee- und lilienweiße Wangen,
Die voll lauter Rosen hangen.
Weißes Hälslein, gleich den Schwanen,
Ärmlein, die mich recht gemahnen,
Wie ein Schnee, der frisch gefallen,
Brüstlein wie zween Zuckerballen.
Lebensvoller Alabaster,
Große Feindin aller Laster,
Frommer Herzen schöner Spiegel,
Aller Freiheit güldner Zügel.
Ausbund aller schönen Jugend,
Aufenthaltung aller Tugend,
Hofstatt aller edlen Sitten,
Ihr habt mir mein Herz bestritten.




